Equivolution – Die Revolution der Pferdehaltung

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Wildpferdeherden leben in einem Familienverbund von meist circa 12 Tieren. Sie ziehen über das Land und verbringen den Großteil des Tages mit meist langsamer Bewegung und dem Fressen von raufaserigem Futter. Die Individuen haben verschiedene Aufgaben für die Gemeinschaft. Es gibt Wächter, es gibt Futtersucher, es gibt Zusammenhalter, es gibt Nachwuchsbeauftragte und so weiter. Sie schlafen nur ca. 3 Stunden am Tag tief, dabei wachen einige und andere ruhen. Bei Gefahr fliehen alle gemeinsam. Ihr Tagesablauf wechselt zwischen Ziehen, Fressen und Ruhen.

800px_backgroundDer Körper des Pferdes ist also in Bezug auf Verdauung, Bewegung und Sicherheit optimiert. Die Hufe und Beine sind optimal durchblutet und bleiben gesund, wenn sie sich den Großteil des Tages bewegen können. Die Verdauung arbeitet am besten und krankheitsfrei, wenn das Pferd kontinuierlich Raufutter aufnehmen kann und ein Pferd fühlt sich am besten und bleibt am gesündesten, wenn es innerhalb seiner Herde Sicherheit erfährt.

Für die Bedürfnisse unserer Pferde bedeutet das, dass bestimmte Grundvoraussetzungen in der Pferdehaltung vorhanden sein müssen, um die Tiere gesund zu erhalten und halten zu können. Darüber hinaus muss es eine individuelle Wahlfreiheit geben für die verschiedenen Pferdetypen. Nach jahrelanger Erfahrung im Zwiegespräch mit Pferden und ihren Menschen als Pferdeflüsterin habe ich gelernt, dass die Pferdehaltung heutzutage meist zu wünschen übriglässt. Auch viele Menschen fühlen sich nicht wohl mit der traditionellen Pferdehaltung. Es gibt, kurzgefasst, 2 Möglichkeiten: Das Pferd in Isolationshaft mit viel zu wenig Auslauf und Sozialkontakten zu halten oder es in meist zu kleinen, matschigen Freiflächen mit schlechten Bedingungen, fehlender Rückzugsmöglichkeit und in unzufriedenen, erzwungenen Herden sich selbst zu überlassen. Beides führt zu unmotivierteren, ungesünderen und traurigeren Pferden. Auf individuelle Wünsche kann meist gar nicht oder sehr begrenzt eingegangen werden.

Hochwertige Pferdehaltung, welche den Bedürfnissen von Pferd und Mensch gerecht wird, vermisse ich bis heute vergeblich. Ich sehe oft durch die Augen der Pferde, habe viele Pferde gesprochen und durch meine jahrelangen Erfahrungen nun ein ganz neues Stallkonzept erarbeitet, welches die Grundbedürfnisse und die individuellen Bedürfnisse von Pferd und Mensch an einen Stall vereint. Dieser Stall wurde von Pferden selbst entworfen, indem ich ihnen zugehört habe. Die Wahlfreiheit des Pferdes steht dabei im Vordergrund. Seine Funktion basiert auf der speziellen, architektonische Realisierung sowie auf Mikrochiptechnik.

Es gibt einen architektonischen Entwurf (Urheberrecht / Copyright Sona Kazemi, Architektin) und fotografische Visualisierungen (bloomimages GmbH) der Idee. Derzeit bin ich auf der Suche nach Mitinvestoren des Projekts. Ich möchte einen Prototypen dieses Stalls bauen lassen, um den ein Jahr lang zu betreiben. In dieser Zeit betreue und bespreche ich mit Pferden und Menschen, was noch zu verbessern ist, um final ein Haltungskonzept zu festigen, welches dann weltweit vertrieben werden soll.

Bei Interesse an der Realisierung des Prototyps freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.

–> Medienberichte über meine Arbeit

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Architektur: Sona Kazemi. Visualisierung: bloomimages

Equivolution – The revolution of horsekeeping

Wild horse herds live in a family network of mostly about 12 horses. They move across country and spend most of their time with slow movement and feeding on rough fiber. The individuals have different tasks for the community. There are guardians, there are food seekers, there are those in charge of coherence, then there are teachers and so on. Their deep sleep is only about 3 hours a day, whilst some keep watch and some sleep. In case of danger they all flee as a union. Their daily routine changes between moving, eating and resting.

800px_backgroundSo the horses‘ body is optimized in relation to digestion, movement and security. The hooves and legs are best supplied with blood and stay fit if they can move during the mayority of daytime. Digestion works best and least illness-affected if the horse can continuely absorb rough fiber food. A horse feels best and stays healthiest when it experiences security inside its herd.

This means, that for horses needs, there must be certain basic requirements in horsekeeping in order to be able to keep the horses healthy. In addition, there must be individual freedom of choice for the different horse types. After years of experience as a horsewhisperer communicating with horses and humans, I learnt that today’s horsekeeping has too many deficits. Many people don’t feel comfortable with traditional horsekeeping either. In short, there are two options: 1. Keeping a horse in insulation with much too little room and time to run around and without the ability to keep social contacts or 2. to keep it in mostly too small, muddy, free areas with bad conditions, missing retreats, left to itself in forced, unhappy herds. Both leads to unmotivated, unhealthy and sad horses. Individual needs are hard or not to be fulfilled at all.

Until today I haven’t found high-quality horsekeeping which fulfills equally horses and humans needs. I often see through the horses‘ eye, have talked to many horses and over the years of experience I have now developed a new stable system which fulfills the basic needs and the individual needs of horse and human towards a stable. I have created a stable especially designed by the horses itself through listening to their needs. It has its particular attention on the horses‘ individual freedom of choice. Its function is based on a special architectural realisation and on microchip technology.

An architectural design (Copyright Sona Kazemi, architect) and photografic visualisations (bloomimages GmbH) of the idea already exist. At the moment I am looking for co-investors of this project. I am planning on building a prototype of this stable, to accompany and optimize the system over a year. During this time period, I communicate with horses and humans in order to find out what needs to be improved. After that, there will be a final stable system set up which will then be distributed wordwide.

I am happy to get in touch with people who are interested in taking part in the realisation of a prototype.