Manifestation

Seit vielen Jahren unterrichte ich im letzten Modul meiner Ausbildung, wie man die Kraft der Gedanken nicht nur in den Tiergesprächen, sondern auch im eigenen Leben anwendet. Denn genauso, wie eine gut herausgearbeitete und telepathisch vermittelte Perspektive für Tier und Mensch im Gespräch Gold wert sein kann, kann es auch für den eigenen Weg wichtig sein, zu wissen, was man will.

Natürlich geht es nicht immer nur darum, zu bekommen, was man möchte und sicherlich ist es auch nicht der Sinn des Lebens, immer nur dem nächsten Ziel hinterher zu rennen. Doch nutzen wir Menschen meist viel zu wenig von unserer Gedankenkraft. Man hat uns beigebracht, dass selbst oder außerhalb der aufgezeigten Bahnen zu denken nicht richtig ist. Falls wir auf die Idee kommen, etwas zu wünschen, was außerhalb der Norm existiert, tut unser Umfeld meist alles dafür, diesen Gedanken bloß schnell wieder loszulassen, damit wir bitte dort bleiben, wo wir sind.

Dass man sein Leben auch anders leben darf, wissen manche Menschen spätestens seit „The Secret“, einem Buch, welches ich nie gelesen habe – auch andere Ratgeber in dieser Richtung nicht. Dass es in Ordnung ist, mein Leben selbst zu bestimmen, meine Gedanken frei zu lassen und zu manifestieren, was ich visualisiere, das haben mir die Tiere beigebracht. Jedes einzelne der abertausende Tiergespräche hat meinen Horizont immer ein Stückchen weiter geöffnet. Jedes einzelne hat meine Sichtweise erweitert und mir gezeigt, dass es die eine Wahrheit nicht gibt. Sondern dass der Verlauf eines Lebens maßgeblich von der Perspektive abhängt, die derjenige hat, der es lebt.

Wie sehr, das lerne ich in diesem Leben immer wieder neu. Ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben, was mir diesbezüglich widerfahren ist, seitdem ich angefangen habe, mit Tieren zu sprechen. Unglaublich, absurde, wunderbare Geschichten gibt es dazu. Es ist für mich derzeit schwer zu greifen, dass ich jetzt gerade tatsächlich meine jahrelangen Bilder, Visionen und an mich gerichtetete Botschaften er-leben darf. Dass dies wirklich der Moment ist, in dem sie passieren. Jetzt und hier sitze ich am Strand in Costa Rica, meine Pferde sind direkt bei mir. Gestern haben wir alle zusammen wieder einen Strandritt unternommen. Noch nicht im gestreckten Galopp, außerdem war gerade Flut, so dass der Sand oben etwas zu tief war. Mit Winterfell und einem besorgten Milan, weil die Wellen so nahe kommen. Sondern erstmal im Schritt, mit John als Helfer, entspannt und ruhig. Heute habe ich meine Worte als Buch formatiert vom Kosmos Verlag erhalten. Genau so hatte ich es visualisiert, als ich das Buch schrieb. Ich wollte es für eine möglichst große Leserschaft schreiben, damit die Wahrnehmung von Pferden deutlich erweitert wird. Ich wollte einen großen Verlag und keinen Kompromiss dafür. Im Juni 2022 kommt es im größten Pferdebuchverlag heraus (genau so, wie ich es schrieb!) und ich weiß selbst gar nicht so recht, wie mir geschieht.

Man könnte jetzt sagen: „Da hast du aber Glück!“ und das stimmt, so empfinde ich es auch. Ich bin derzeit so extrem dankbar und demütig meinem eigenen Leben gegenüber, dass ich dabei manchmal vergesse, wer mich hier her gebracht hat: Ich war es. Ich ganz allein. Es hat mich niemand her gehext und auch die Unterstützung meines Partners, meiner Tiere, meiner Krafttiere, meiner Freunde und die Wahl des richtigen Teams für die Auswanderung ist nicht ausschlaggebend für die Realität diesen Moments. Was ausschlaggebend war, ist und sein wird, bin ich. Daran erinnert mich meine liebe Freundin Yvonne von seelenlehrer.de regelmäßig mit den Worten: „Du hast dir aber auch wirklich den A….. dafür abgearbeitet! Vergiss das nicht!“.

Sie hat Recht und ich vergesse es oft. Denn nein, wir sind nicht nur spirituelle Wesen, die zufällig über diesen Planeten driften. Wir sind die Schaffenden. Wir sind manifestiert in Fleisch und Blut, in Luft und Licht, in Wasser und Erde. Wir sind Materie, haben Platz genommen in diesem Körper und jedes Mal, wenn ein Mensch seine Träume und Ziele mit einem „Naja, hat nicht sollen sein!“ abtut, macht es irgendwo laut hörbar „Plopp“ und ein Gedanke stirbt.

Das ist ok so. Wenn man lieber auf abgetrampeten Pfaden unterwegs sein möchte und lieber glauben möchte, dass einen Engel und andere Geistwesen nur freundlich hin- und herpusten und man zufrieden und beseelt sein Schicksal akzeptieren sollte.

Allen, denen das eher Unwohlsein hervor ruft, sei gesagt: Du bist hier, um zu kreiren. Du DARFST das! Es ist nicht unerhört, dreist oder unverschämt, außerhalb der Grenzen deines Stammes, deiner Gesellschaft oder deiner Nachbarn zu denken. Es ist angebracht, wichtig und lebensweisend, was du und nur du aus der Zeit mit dem Körper machst, der dir geschenkt wurde. Wo du bist, was du machst und wie du dich fühlst, das ist alles, genau jetzt, allein aus deiner eigenen Verantwortlichkeit über dein eigenes Leben heraus entstanden. Glaubst du nicht? Jemand anderes hat die Regeln gemacht? Die Umstände sind nun mal so? Hat nicht sollen sein?

Ich schenke dir heute einen Gedanken: Dein Leben gehört dir. Du bist jetzt erwachsen und du darfst selbst bestimmen. Wenn du heute eine Millionen Euro hättest, was würdest du machen? Denke es dir aus. Was wären deine Visionen, Projekte, Herzenswünsche? Was würdest du brauchen, um das umzusetzen? Wie würdest du dich fühlen, wenn du das tätest? Schreibe alles auf. Und dann löse dich von der Idee, du hättest kein „Geld“ dafür. Geld ist Energie. Energie ist unendlich und wechselt ihre Formen, sie geht niemals verloren. Du darfst einfach darum bitten, dass alles so geschehen darf. Dann suchst du dir den ersten Schritt, den du machen kannst, auch ohne Million, um in die Richtung deiner Visionen zu gehen. Für heute reicht ein Schritt. Morgen machst du wieder einen. Und übermorgen hast du Pause. Dann den nächsten. Dein Leben wird sich langsam, aber sicher nach dem ausrichten, was du denkst. Denn dein Umfeld entsteht immer in Resonanz auf das, was du hinein gibst. Ganz aktiv, aus deinen Gedanken, in Taten fließend, im Vertrauen in dein eigenes Leben entsteht das, was du, ganz allein, manifestierst.

Es soll sein. Versprochen.

(Buchveröffentlichung „Freundschaft mit Pferden“ Juni 2022 im Kosmos Verlag. Hier geht es zur Pferdeflüsterer Ausbildung.)

 

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